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Birgit Schwaner |  © artroom.at

Birgit Schwaners Bücher

Prosa
Lunarische Logbücher
Mördermaschine
Held. Lady. Mops

Sachbuch
Jüdisches Wien (Reiseführer)
Das Wiener Kaffeehaus. Legende, Kultur, Atmosphäre
Die Wittgensteins - Kunst und Kalkül. Portrait einer Familie
Prinz Eugen


Lunarische Logbücher
Birgit Schwaner
Ritter Verlag
Wien-Klagenfurt 2007
ISBN 978-3-85415-415-0

"Lunarische Logbücher" ist die erste Prosaarbeit von Birgit Schwaner. Sie wechselt spielerisch zwischen literarischen Formen. Das Buch vereint eine Sammlung verschiedenster Flaschenposten, Nachrichten weiblicher Randexistenzen, surreal bis tragikomisch, mit phantastischen Fluchtpunkten, die sich auf einer anderen Ebene allesamt als Fälschungen verstehen und, dem indirekten Mondlicht vergleichbar, traditionelle Schreibweisen und Motive reflektieren.

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Birgit Schwaner | MördermaschineMördermaschine
Birgit Schwaner
edition KiR
Wien 2007
Heft mit Fotografien von
Wolfgang Lengheim
ISBN 3-9502202-2-3 / 9783950220223

Die Deleuze/Guattari'sche Mördermaschine: Einmal auf ein Ziel eingestellt, überwindet sie jedes Hindernis. Ihre - hier wienerisch-sprachlichen - Koppelungen und Schaltungen greifen mechanisch ineinander. Überwältigen den Körper, der dem eigenen Konzept von Glück im Weg steht. Und die Chandler'sche Mördermaschine: Eine Text-, eine Gattungsmechanik. Situation, Motiv, Gelegenheit, Tat, Aufdeckung des Hergangs. Täglich geübtes Muster. Zum dritten: Sprachmechanik, eingefahrene Denkgeleise.
Am Ende das logische Produkt der Gesamt-Maschinerie: der spontane Mord als die kürzeste aller Beziehungen "meist zwischen Unbekannten". Schließlich parallelisierend: den spontanen Mord und die Prostitution - zwei vergleichbare Weisen, einem Menschen sehr plötzlich zu nahe zu treten...

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Birgit Schwaner | Jüdisches WienJüdisches Wien (Reiseführer)
Birgit Schwaner
Metro Verlag
Wien 2007
ISBN 978-3-902517-11-1

55 Orte aus Vergangenheit und Gegenwart, Eine jüdische Kulturgeschichte, Vom Unteren Werd bis zum Karmelitermarkt

Die jüdische Geschichte in Wien beginnt sehr charakteristisch mit Schlomo, dem Münzmeister der Babenberger. Immer wieder werden Juden im Laufe der Geschichte als Finanzhelfer der Fürsten in die Stadt geholt und später unter fadenscheinigen Vorwänden wieder vertrieben. Ab 1625 entsteht im Unteren Werd, einem Teil der heutigen Leopoldstadt, eine gut organisierte, florierende Judenstadt. Doch es dauert noch Jahrhunderte bis zur faktischen Gleichstellung der Juden mit den Christen und dem Eingang der jüdischen Intellektuellen in die Wiener Gesellschaft.Dann allerdings nimmt das jüdische Großbürgertum eine tragende Rolle im kulturellen Leben der Stadt ein.
In den Salons der reichen jüdischen Familien versammeln sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts Künstler und kritische Geister und bringen Eleganz und Weltläufigkeit in die Stadt. Das Wiener Geistesleben dieser Zeit ist so eng mit dem jüdischen verknüpft, dass eine Trennung nicht möglich ist. Man denke nur an Freud, Schnitzler, Roth oder Kraus.
Das Aus für 170.000 Juden erfolgte mit dem Anschluss an Hitlerdeutschland 1938. Heute leben wieder 8000 Juden in Wien. Sie leben zurückgezogen und bleiben unter sich. Zahlreiche Orte geben noch Zeugnis von der Blütezeit und dem Niedergang des Judentums in Wien. Die Autorin fühlt in ihren Texten diesen Spuren nach und erzählt auch von heute gelebter jüdischer Tradition in Wien. Die Palette reicht von der Talmud-Schule bis zum koscheren Restaurant.

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Birgit Schwaner | Das Wiener KaffeehausDas Wiener Kaffeehaus
Legende, Kultur, Atmosphäre
Birgit Schwaner
Fotografien von K.M. Westermann
Pichler Verlag
Wien 2007
ISBN: 9783854314356

Eine Weltanschauung und eine Insel der Lebenslust:
Das Wiener Kaffeehaus

Ein Reiseführer des Fin de Siècle nennt die Vielzahl der Wiener Kaffeehäuser - damals an die 800 - "orientalisch", denn keine andere Metropole Westeuropas hielt dem Vergleich stand. Weder in Paris noch London, sondern nur in Wien konnte sich aus einem Gastronomiebetrieb eine "Weltanschauung" (Alfred Polgar) entwickeln. Und hieraus wiederum eine eigene Literatur der geistreichen Anekdote ...
Von den ersten Kaffee-Ausschänken bis hin zu den luxuriösen Cafés der Monarchie, und über diese hinaus, durch Erste Republik, Nationalsozialismus und 50er-Jahre bis heute: In Text und Bild beschreibt dieses Buch, das so faszinierende wie unverwüstliche Phänomen "Wiener Kaffeehaus". Oft totgesagt, besitzt es einen langen Lebensatem, der es jung hält. Im Idealfall ist es ein leichtfüßig melancholischer Ort am Rand der vergehenden Zeit. Eine Insel im Verfließen des Tages. Oder auch eine Art lebendiges Gesamtkunstwerk, an dem Ober und Gäste gleichermaßen teilhaben.

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Birgit Schwaner | Die WittgensteinsDie Wittgensteins - Kunst und Kalkül
Portrait einer Familie
Birgit Schwaner
Metro Verlag
128 Seiten, Paperback, 12,5 x 20,5 cm
ISBN 978-3-902517-65-4

Die Geschichte beginnt mit Moses Meyer, einem jüdischen Gutsverwalter, der den Namen Wittgenstein annimmt. Sein Sohn zieht mit seiner Familie von Leipzig nach Wien. Und hier floriert das Geschäft des Kaufmanns, der, ganz Patriarch, seine Söhne in die Firma einbinden möchte. Doch der siebzehnjährige Karl reißt von zu Hause aus, schlägt sich nach Amerika durch, wo er in New York als Kellner, Barmusikant und Lehrer überlebt.
Zurück in Wien beginnt er eine typische Gründerzeit-Karriere und wird zu einem der erfolgreichsten Unternehmer der Donaumonarchie. Seine beiden Söhne, Paul und Ludwig, schreiben ihre eigene Geschichte. Der eine als einarmiger Pianist, der andere als einer der bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts.
Bemerkenswert sind aber auch die Frauen der Familie, wie etwa Margarethe Stonborough-Wittgenstein, die mit Freud befreundet war und von Klimt porträtiert wurde.
Die Autorin, Birgit Schwaner, zeichnet in dem ihr eigenen literarischen Stil ein facettenreiches Porträt dieser altösterreichischen schillernden Familie.

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Birgit Schwaner | Prinz EugenPrinz Eugen
Birgit Schwaner
160 Seiten, Hardcover, 13,5 x 19 cm
ISBN 978-3-99300-001-1

Eugen von Savoyen ist vor allem in seiner Funktion als Feldherr und Staatsmann bekannt. Doch hatte der berühmte Prinz auch andere, feinsinnigere Seiten: Sobald Ruhm und Ehre ihm Reichtum bescherten, wurde er zum engagierten – und für seine Zeit erstaunlich sozial gesinnten – Bauherren und Mäzen. In seinem Auftrag und Interesse entstanden u. a. die Schlösser Belvedere und Schlosshof mit ihren prächtigen, barocken Gartenanlagen, kauften Agenten auf Auktionen in Paris oder Amsterdam die wertvollsten Bücher. In seiner Menagerie fand man exotische Tiere, in seinen Gärten seltene Pflanzen aus der »Neuen Welt«. Er unterstützte Schriftsteller, diskutierte mit dem Philosophen Leibniz und ließ sich, keineswegs frei von Geltungs drang, in repräsentativen Kunstwerken feiern ...
Diese weniger bekannte Seite steht im Zentrum von Birgit Schwaners Porträt über den außergewöhnlichen Prinzen.


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Birgit Schwaner | Held. Lady. MopsHeld. Lady. Mops
Birgit Schwaner
Improvisation
120 S., 12,5x19 brosch.
ISBN 978-3-902665-19-5

Rudolf Slatin alias Slatin Pascha, 1857 geboren, war ein altösterreichischer Abenteurer böhmisch-jüdischer Herkunft, bereits mit 24 Jahren britischer Gouverneur der sudanesischen Provinz Darfur; bald danach in den Mahdi-Kriegen gefangengenommen; die folgenden elf Jahre verbrachte er als Sklave bei Mahdi-Nachfolger Khalifa Abdullahi. Nach seiner Flucht schrieb er, auf Wunsch seiner britischen Fluchthelfer, über die Gefangenschaft den propagandageeigneten Bestseller „Feuer und Schwert im Sudan“.

Birgit Schwaner benutzt und „poetisiert“ Momente aus der Biografie des historischen Slatin, um damit zu improvisieren – keine Erzählung im klassisch-linearen Sinn, eher ein Wirbel aus Ereignissen, disperaten Einfällen, Motiv-Verästelungen wie Gedankensprüngen – initiiert von der Lust an Assonanzen und Assoziationen, Wortklang und -rhythmus, am ironischen Spiel mit und am Brechen von Klischees – etwa solcher aus dem Repertoire der kolonialistischen Abenteuererzählung. So wird dem siebzehnjährigen Noch-nicht-Helden eine Lady P. zugesellt, die es in die Wüste zieht, und dieser ein Mops, der im Meer versinkt. Ein Autorinnen- Ich meldet sich ständig zu Wort; ein schwarzer Missionar ist sporadisch zur Stelle und der Protagonist schon sehr bald gespalten bzw. vervierfacht: Treffen Sie Kratin, Platin und Schlatin, die als parodistischer Chor in der Gegend herumlungern und auf der Fähre nach Alexandria das Ende ihrer Namen verlieren; denn als Slatin beinah ertrinkt, gerät das Anhängsel „in“ ins „Außersicht“ und geht verloren im Meer – oder in der Sprache, die als „veritable Meeresmaschine“ auch abrupte Wendungen generiert; so, wie sonst Illusionen – etwa der, dass „Ich“ eine Einheit sei und Biografie nicht vor allem Erzählung. Fragment, Palimpsest. Improvisation.


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Die Autorin zu Margit Krammers Schuh-Bildern

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